Aus dem Kreis der Jünger hat Jesus zwölf ausgewählt und ihnen besondere Aufgaben übertragen. Diese 12 Apostel haben an vielen Orten die Botschaft vom Reich Gottes verkündet und die Menschen zur Umkehr gerufen, sie getauft und ihnen die Sünden nachgelassen.

So haben sie Gemeinden gegründet und geleitet und die priesterliche Sendung Jesu fortgeführt, der sein Leben geopfert hat für alle. Die Apostel haben diesen Auftrag ihres Meisters weitergegeben, indem sie anderen die Hände auflegten und sie zu priesterlichen Leitern und Dienern der Gemeinden bestellten.

Durch das apostolische Amt wirkt Christus weiter als Haupt in der Kirche überall dort, wo durch geweihte Bischöfe und Priester das Evangelium verkündigt wird, Gemeinden gesammelt und geleitet werden, Vergebung der Sünden geschenkt und vor allem die Eucharistie gefeiert wird. Das Sakrament der Weihe ist – wie Taufe und Firmung – ein Prägemal, d.h. unauslöschlich.

 

Das Weihesakrament umfasst drei selbständige Weihestufen:
Diakonat (Diakonatsweihe): der Diakon hilft im Aufbau der brüderlichen Gemeinde.
Das Presbyterat (Priesterweihe): der Priester ist der verantwortliche Mitarbeiter des Bischofs und leitet meist eine Pfarrei.
Das Episkopat (Bischofsweihe): der Bischof hat die Fülle des apostolischen Auftrags und Priesterdienstes inne und führt in der Regel ein Bistum.

 

Zum Dienst als Bischof, Priester und Diakon werden getaufte Männer bestellt und ermächtigt im Sakrament der Weihe (Ordination). Dieses Sakrament wird während der heiligen Messe gespendet. Sein Kern ist die Handauflegung und ein Weihegebet des Bischofs. Dazu kommen eine öffentliche Befragung nach der Bereitschaft zum Dienst, das gemeinsame Beten der Litanei und ausdeutende Zeichen.

 

Quelle: Bistum Augsburg

 

 Bild: Birgit Seuffert in: Pfarrbriefservice.de

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